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FĂĽhrung durch Rummelsburg und Victoriastadt mit Barbara Mewis

Heinrich Zille und sein "Milljöh"

Wann:  Sonnabend, dem 27. Juli 2019, 14 Uhr

Wo: Museum Lichtenberg

Der 90. Todestag von Heinrich Zille ist Anlass, durch das Wohnviertel zu gehen, in dem der später berühmt gewordene Zeichner und Grafiker seine Jugend und ersten Jahre als verheirateter Mann verbrachte.  Nicht weniger als fünf Adressen lassen sich nachweisen, an denen er wohnte. Mehrere existieren leider nicht mehr, so das Haus in der Fischerstraße 8, in das die Familie um 1870 zog, nach dem sie zuvor Radeburg in Sachsen verlassen und in der Nähe des Schlesischen Bahnhofs gewohnt  hatte sowie das Haus in der Lückstraße 32, in das das jungverheiratete Paar Hulda und Heinrich Zille einzog. Ob sein Ausspruch „Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt“ aus dieser Zeit und Erfahrung stammt, ist nicht bekannt. Tatsächlich waren die Wohnungen in Rummelsburg – ab 1872 erbaut - von besonders minderer Qualität. Aus dieser Zeit sind erste Zeichnungen überliefert, die den Lichtenberger Kietz und den Rummelsburger See mit der gegenüber gelegener Kirche von Stralau zeigen. Die heutige Victoriastadt mit ihrer bürgerlichen Atmosphäre war zu dieser und auch noch bis in die Zeit der späten DDR eine Gegend der armen und benachteiligten Leute. Hier konnte der junge Heinrich Zille bereits das „Milljöh“ studieren und abbilden, dass ihn später sowohl Anerkennung als auch Ablehnung einbrachte. Im Anschluss an die Führung wird auf dem Museumshof Kaffee und Kuchen serviert.  Musik des frühen zwanzigsten Jahrhunderts mit Gassenhauern, interpretiert von Peter Schultze, kann die Gäste in die – nicht für alle – „goldenen Zeit“ zurückversetzen.

Die FĂĽhrung ist kostenlos. Ăśber einen kleinen Unkostenbeitrag, fĂĽr Kaffee und Kuchen, wĂĽrden wir uns jedoch freuen!

Treffpunkt ist das Museum Lichtenberg im Stadthaus, TĂĽrrschmidtstr. 24, 10317 Berlin

 

    

  Bildquelle: Günter Möschner:  „Auf den Spuren Heinrich Zilles in Berlin-Lichtenberg“