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Freitag/Samstag, 25./26. Mai 2018 um 19 Uhr

Theateraufführung »susanna – ich bin ein kontinent«

Ein musikalischer bewegtbildabend nach der Erzählung „Susanna“ von Gertrud Kolmar

Das Bewegtbildtheater von Martina Roth und Johannes Conen ist eine faszinierende Hybride aus Videospiel und Schauspiel /Theater d. Zeit /17

 

Eine Erzieherin nimmt eine Stelle in einem ostdeutschen Städtchen an, um ein gemütskrankes Mädchen zu betreuen. Die eigentliche Handlung entwickelt sich in den Dialogen zwischen Susanna und ihrer Betreuerin, zwei Wirklichkeitswahrnehmungen, zwei Sprechweisen treffen aufeinander, verstricken sich in Frage und Antwort. Die Erzieherin, nüchtern, steif, ohne Sentimentalität, Susanna virtuos, lebenshungrig sprachschöpfend in ihrer Fantasiewelt, die um sagenhafte Geschichten, Tiere und Fabelwesen kreist. Die aufmerksame, pflichtbewusste Erzieherin erinnert sich an Susanna, Gespräche und Szenen, das Wechselspiel von Traum und Wirklichkeit, und noch in der Erinnerung bleibt ihre Verwunderung und Verwirrung spürbar.

In diesem Theaterabend verbinden sich nicht nur Wort und Musik zu einem Dialog, durch die besondere Form des Bewegtbildtheater treten zwei Frauenfiguren, beide gespielt von Martina Roth, in einen Dialog. Ein wirkungssteigerndes Element ist die Einbeziehung der fantasiegesättigten Lyrik der Autorin und deren Vertonung, erinnernd an Kurt Weill und so manchen Jazzsound, komponiert und auf der akustischen Gitarre begleitet von Johannes Conen.

....Martina Roth spielt Kolmars, der Welt entrückte Protagonistin mit geradezu beängstigender Leidenschaft.

www.bewegtbildtheater.de