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Objekt des Monats März

Eisschrank (nach 1955)

Dieser aus einem Lichtenberger Haushalt stammende Eisschrank mit Sprelacard-Platte wurde nach 1955 hergestellt und bis in die 1960er Jahre verwendet, wie uns die Spenderin, Frau Brand, bei der √úbergabe sagte. Eisschr√§nke wurden seit ca. 1900 in Haushalten verwendet. K√ľhlschr√§nke mit einem elektrischen Aggregat hielten erst in den 1950er Jahren in europ√§ische Haushalte Einzug. Im Inneren sieht er bereits wie ein richtiger K√ľhlschrank aus, bis auf die Zink-Wanne im obersten Fach, die das k√ľhlende Eis aufnahm. Die kalte Luft sank nach unten und hielt den Innenraum des Schranks konstant bei niedrigen Temperaturen.

Lichtenberg war jahrzehntelang ein Eisproduzent. In den kalten Wintermonaten wurde durch die Norddeutsche Eiswerke an der Hauptstraße 1 auf dem Rummelsburger See Eis geerntet, indem das Eis in Blöcke gesägt und in Eishallen gelagert wurde. Auch auf dem Krause’schen Pfuhl, von dem heute nur noch ein Damm an der Fischerstraße existiert, wurde Eis geerntet.

Längst aus dem Straßenbild verschwunden sind die Eismänner, die mit Eisenhaken in den Fäusten große Eisblöcke aus den Lieferwagen auf ihre lederbewehrten Schultern hoben und an Lebensmittelläden und Bäckereien auslieferten.

Leider ist es uns noch nicht gelungen, den Produzenten des Eisschranks zu ermitteln. Wissen Sie, wer es ist?