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1. September 2013 bis 2. MĂ€rz 2014

Sonderausstellung zum BezirksjubilÀum

725 Jahre Lichtenberg – Große Geschichten der kleinen Dörfer

Am 24. Mai 1288 wurde das Dorf Lichtenberg in einem Grenzstreit zwischen dem Dorf Stralow (Stralau)und Rosenfelde in einer Urkunde erstmals erwĂ€hnt. Es ist der frĂŒheste Verweis auf die Existenz des Ortes, der heute namensgebend fĂŒr den Bezirk ist. Um das Dorf Lichtenberg herum existierten zu dieser Zeit bereits andere Ortschaften, die wir noch heute kennen. Außer Rosenfelde, 1699 in Friedrichsfelde umbenannt, zĂ€hlen dazu Wartenberg, 1270, Malchow, 1344, Hohenschönhausen, 1352 und Falkenberg, 1370 erstmals urkundlich erwĂ€hnt. Kirchenbauten weisen auf eine frĂŒhere Existenz aller Dörfer hin, so die vermutlich um 1260 entstandene heutige Taborkirche in Hohenschönhausen.

Die deutsche Besiedlung der Mark Brandenburg im 13. Und 14. Jahrhundert stellte den Ausgangspunkt der dörflichen Entwicklung auch von Lichtenberg dar. Diese dauerte gute 600 Jahre an. Erst in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts setze der Wandel zur Stadtentwicklung ein und fĂŒhrte 1908 zur Verleihung des Stadtrechtes fĂŒr Lichtenberg.

725 Jahre Lichtenberg bedeutet darum Jahrhunderte lĂ€ndlichen Lebens vor den Toren der Stadt Berlin, in dessen Besitz sich das KĂ€mmereidorf Lichtenberg seit 1391 befand. Aber das bedeutet auch, wie fĂŒr die anderen der heute zum Bezirk Lichtenberg zĂ€hlenden Dörfer und Ortsteile, keinen langweiligen Gang der Zeit. Sie durchlitten Zeiten des Niedergangs im Dreißig- und SiebenjĂ€hrigen Krieg ebenso, wie sie ihre BlĂŒtezeiten erlebten. So hat jedes Dorf auch seine große Zeit mit großen Geschichten. DarĂŒber will die Ausstellung erzĂ€hlen, fĂŒr die das Datum vor 725 Jahren den Anlass bietet. Nicht jeder wird diese Geschichten kennen, vielleicht aber Namen gehört haben wie diese: Marie Elisabeth von Humboldt, Christian Friedrich Scharnweber, Graf von Möllendorff, Karl August von Hardenberg, Louis Ferdinand von Preußen Johann Carl Sigismund von Treskow und Peter Joseph LennĂ©. Neben den Dorf- und Ortsgeschichten, die sich im Grunde wenig  voneinander unterschieden, erzĂ€hlen diese Namen von dem, was an MĂ€rkischer und Brandenburgisch-Preußischer Geschichte auf dem heutigen Gebiet des heutigen Lichtenberg ereignete. Dies zu entdecken will die Ausstellung Lust und Interesse wecken. Die im 19. Jahrhundert einsetzende Stadtgeschichte Lichtenbergs ist in der Dauerausstellung des Museums Lichtenberg zu entdecken. Sie ist mit der Entwicklung des  Lichtenberger Kietzes und den Colonien Victoriastadt und Friedrichsberg verbunden, Ansiedlungen auf der grĂŒnen Wiese, die erst fĂŒr Land-, spĂ€ter fĂŒr die ersten Industriearbeiter billiges Quartier bereit hielt.

Die Ausstellung wird begleitet von Veranstaltungen in den Ortsteilen, die mit ihrer Dorf- auch an der großen Geschichte mit schrieben.
Orts(teil)-Geschichten finden Sie auch → hier.

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