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Widerstand gegen Gewalt und Diktatur im Nationalsozialismus in Berlin-Lichtenberg 1939 ‚Äď 1945

Ged√§chtnis, W√ľrdigung, Mahnung

Kaum ein Bereich der Zeitgeschichte hat in den letzten Jahrzehnten soviel Aufmerksamkeit erfahren, wie die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. An dieser Intensität hat auch die wachsende zeitliche Distanz nichts geändert.

Mahnung, Erinnerung und Anteilnahme an den Opfern sind heute ein wichtiger Teil unserer Gedenkkultur und stellen eine unvergängliche Herausforderung dar. Unsere Aufmerksamkeit gilt dabei auch den Frauen und Männern aus allen sozialen Schichten und politischen Richtungen, die das NS-Regime als Gegner und Widerstandskämpfer gnadenlos verfolgte und ermordete.

Sich mit dem Widerstand auseinander zu setzen, bedeutet, die Frage nach der Erinnerung zu stellen und sich bewusst zu werden, welchen Stellenwert vergangene Ereignisse und Personen in der Gegenwart haben - und welchen sie haben sollten. F√ľr die Lokal- und Regionalgeschichte Lichtenbergs bleibt in diesem Zusammenhang die Widerstandsforschung wichtig. Innerhalb der publizierten Studien besch√§ftigt sich vor allem Dr. Hans-Rainer Sandvo√ü mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den Berliner Bezirken 1933-1945. Diese Schriftenreihe der Gedenkst√§tte Deutscher Widerstand, aber auch die neueste Publikation von Dr. Sandvo√ü ‚ÄúDie andere Reichshauptstadt. Widerstand aus der Arbeiterbewegung in Berlin von 1933 bis 1945‚ÄĚ beinhalten Darstellungen √ľber den Widerstand im fr√ľheren Industrie- und Arbeiterbezirk Lichtenberg.

Es sollte auch danach gefragt werden, auf welche Weise und mit welchen Mitteln an das Vergangene erinnert wird. Im Stadtraum des Bezirkes Lichtenberg sind den durch NS-Terror ermordeten Widerstandskämpfern viele Erinnerungszeichen gewidmet. Sie reflektieren den politischen und öffentlichen Umgang mit Geschichte im Bezirk.

Die folgende √úbersicht dokumentiert alle Namen und Orte dieser Gedenktopographie. Es handelt sich um Frauen und M√§nner aus Lichtenberg oder aus √ľbergeordneten gro√üen Widerstandsorganisationen. Das Museum Lichtenberg im Stadthaus geh√∂rt zu den Einrichtungen im Bezirk, das Auskunft √ľber die Erinnerungsorte gibt. In der Dauerausstellung des Museums wird das historische Geschehen ebenfalls sichtbar gehalten.
Christine Steer

Gedenktafeln in Berlin Lichtenberg

Georg Lehning
Bernhard Lichtenberg
Käthe u. Felix Tucholla
Hans Kr√ľger
Herbert Splanem
Wilhelm Martinke

 

Gedenkst√§tten f√ľr die Opfer des Faschismus

Gedenkstele auf dem N√∂ldnerplatz f√ľr Erwin N√∂ldner und andere ermordete Gegner des NS-Regimes aus der Victoriastadt.
Rummelsburg war ein roter Kiez. In dem dichten Arbeiterwohngebiet gab es ein gewisses Gemeinschaftsgef√ľhl, Verbindungen, die sich √ľber die Jahre herausgebildet hatten.
Mehrere Rummelsburger, die an Widerstandsaktionen beteiligt waren, wurden f√ľr ihre √úberzeugung hingerichtet, aber auch wegen kritischer √Ąu√üerungen denunzierte Arbeiter, die keiner Partei oder Widerstandsorganisation angeh√∂rten.
Die Gedenkstele wurde am 7. Mai 2010 eingeweiht.
  Gedenkstätte am Loeperplatz   Gedenkstätte auf dem Zentral-Friedhof Friedrichsfelde