Samstag, 21. Oktober 2017, 10–17 Uhr | Konferenz

„Glaube an das Veränderbare“ – 40 Jahre Rudolf Bahros Alternative und die Gemeinschaft seiner Unterstützer

Vor vierzig Jahren veröffentlichte der Spiegel den Vorabdruck der Sozialismuskritik „Die Alternative“ von Rudolf Bahro. Bahro wurde verhaftet und in die U-Haft des MfS nach Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Wenig später erschien das Buch in der Europäischen Verlagsanstalt. Dass die Publikation nicht das Werk der Einzelperson Bahro war, ist wenigen bekannt. Wer ihn unterstützte, was seine Kritik am Realsozialismus bewirkte und wie sie mit historischem Abstand zu bewerten ist, möchte diese Konferenz ergründen. Es werden Kenner des Buches, der historischen Person Rudolf Bahro, ehemals Beteiligte und von der Arbeit Beeinflusste oder Angeregte zu Wort kommen.

Vorläufiges Programm

10.00 Uhr Einlass und Registrierung

10.15 Uhr: Begrüßung
Grußwort des Lichtenberger Bezirksbürgermeisters Michael Grunst

10.30 Uhr: Einführungsvorträge
Guntolf Herzberg: „Die Alternative“ - Größe und Grenzen einer Konzeption
Thomas Schubert: „Die Alternative“ - Dokument einer politischen Religion und Theologie?

11.30 Uhr Panel 1: „Wessen Alternative – ein tragfähiges Konzept?“
Welche Rolle nimmt die „Alternative“ in der marxistischen Systemkritik ein und war sie mehr als politische Utopie? Welchen Bezug hatte sie zu anderen Reformideen, so zu denen Robert Havemanns oder osteuropäischer Dissidenten?

    Mittagspause

13.30 Uhr Panel 2: „Offener Kreis – geschlossener Zirkel?“ 
Welche Wege nahm das Manuskript bis zur Veröffentlichung, wer unterstütze Bahros Arbeit und wer erhielt aus welchen Gründen Zutritt zu den unterstützenden Personenkreisen?

    Kurze Pause
14.45 Uhr Panel 3: „Und schweigt ihr Bahro dreimal tot …“
Wie gingen der Staat und die SED mit der öffentlich gewordenen Systemkritik um? Welche Resonanz hatten die Thesen Bahros auf Diskussionen in reformorientierten oder systemkritischen Kreisen?

    Kurze Pause
16.00 Abschlussdiskussion „Was bleibt von Bahros Alternative?“
Welche Relevanz haben Bahros Thesen heute und gibt es in der Gegenwart Gesellschaftsmodelle und -entwürfe oder Utopien mit vergleichbaren Intentionen?

Als Teilnehmer haben bisher zugesagt: Alexander Amberger, Karl-Heinz Baum, Guntolf Herzberg, Christoph Links, Thomas Schubert, Hannes Schwenger, Wolfgang Templin, Ines Weber; angefragt sind u.a.  Bernd Florath, Tina Krone und Ulrich Schwarz

Weitere Informationen folgen.

Eine Konferenz des Museums Lichtenberg in Zusammenarbeit mit dem Christoph Links Verlag und der Robert Havemann Gesellschaft, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.


 

Information und Anmeldung

Ort: Ruschestraße 103, 10365 Berlin, Haus 22

Hinweis: Der Zugang zu "Haus 22" ist nicht barrierefrei. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

Für die Verpflegung (Mittagessen, Kaffeepausen) erheben wir einen Selbstkostenbeitrag.
Bei Anmeldung bis 30.09.2017: 10 € / ermäßigt* 7 €
bei Anmeldung ab 01.10.2017: 15 € / ermäßigt* 10 €

*Ermäßigungen gelten für SchülerInnen, StudentInnen sowie InhaberInnen eines Berlin-Passes.

Bitte melden Sie sich über das Online-Formular an oder schicken eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und überweisen den Verpflegungsbeitrag innerhalb von 7 Tagen nach Anmeldung unter Angabe Ihres Namens auf folgendes Konto:

Förderkreis Museum Lichtenberg im Stadthaus e.V.
IBAN: DE23 1009 0000 7461 6920 30
BIC: BEVODEBB

Anmeldung zur Konferenz
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