Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals 2007–2016

 


Tag des offenen Denkmals 2016

Gemeinsam Denkmale erhalten

Foto: LĂŒckstraße 31 heute - Im Souterrain dieses Hauses wohnte Heinrich Zille nach seiner Hochzeit 1884 mit seiner Frau Hulda, geb. Frieseke. © Museum Lichtenberg

Wohnhaus von Heinrich Zille
SchĂŒlerprojekt „Hier wohnte der Pinselheinrich“ am 10. und 11. September 2016

Von 1873-1892 lebte Heinrich Zille im heutigen Lichtenberg, das damals jedoch keineswegs zu Berlin gehörte, sondern vielmehr eine verschlafene Vorstadtgemeinde war. In diese dörfliche Umgebung zogen die Eltern von Heinrich Zille mit ihm und seiner Schwester Ernestine in ein kleines HĂ€uschen. Und dieser Gegend blieb Zille auch nach seiner Heirat 1883 treu. ZunĂ€chst in der heutigen LĂŒckstraße 38. SpĂ€ter in der Pfarrstraße 134 wohnten die Zilles, ehe es die Familie ins gutbĂŒrgerliche Charlottenburg zog. Einige dieser WohnhĂ€user sind heute noch vorhanden, andere sind lĂ€ngst verfallen und neuen GebĂ€uden gewichen. Heinrich Zilles Jugend- und Lehrjahren, aber auch seiner kĂŒnstlerischen Auseinandersetzung mit dem „Milljöh“ widmete sich der Kunstkurs der 9. Klasse am Immanuel-Kant-Gymnasium. In der SchĂŒler*innenwerkstatt zum Tag des offenen Denkmals reiste Zille im Sommer2016 als Comic-Figur durch die Zeit, schmiss seine Metzgerlehre, um Lithograph zu werden und zeichnete natĂŒrlich, was das Zeug hielt. Um die Geschichten seines Lebens, sein kĂŒnstlerisches Schaffen und seine Lichtenberger Jahre drehen sich die Geschichten in der BroschĂŒre. Die Projektverantwortlichen fĂŒhrten an beiden Tagen interessierte Besucher*innen durch den ersten Berliner Wohnkiez von Zille.

Das Projekt wurde vom Museum Lichtenberg gemeinsam mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern der 9. Klasse des Immanuel-Kant-Gymnasiums und ihrer Lehrerin Maria Wolff realisiert. Der Verein Denk mal an Berlin e.V. finanzierte das Projekt.

 In Kooperation mit:

Foto: LĂŒckstraße 31 heute - Im Souterrain dieses Hauses wohnte Heinrich Zille nach seiner Hochzeit 1884 mit seiner Frau Hulda, geb. Frieseke. © Museum Lichtenberg


Tag des offenen Denkmals 2015
Handwerk, Technik, Industrie

Eiswerke, Eisgraben

SchĂŒlerprojekt und FĂŒhrung zur Eisherstellung in Lichtenberg am 12. und 13. September 2015

Zum Tag des offenen Denkmals 2015 veranstaltete das Museum Lichtenberg in Kooperation mit dem Verein Werkstatt Denkmal – Denkmal an Berlin e.V. am 12. und 13. September eine FĂŒhrung am
ehemaligen Krauseschen Pfuhl, gelegen zwischen der KGA Sanssouci und dem BSR Recyclinghof. Die FĂŒhrung wurde mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern einer 7. Klasse des Andreas Gymnasiums
durchgefĂŒhrt. Im sogenannten Krause’schen Pfuhl, einem ehemaligen Moor- und Feuchtgebiet in Rummelsburg, gewann das Unternehmen „Deutschen Eiswerke“ der GebrĂŒder Krause von 1888–1911 Eis zur KĂŒhlung. DafĂŒr wurden im Zeitalter der Urbanisierung und Industrialisierung Staubecken angelegt und das Eis in WĂ€rme dĂ€mmenden Bauwerken gelagert. Im Krause’schen Pfuhl fassten kĂŒnstliche
DĂ€mme das Wasser aus dem Rummelsburger See zufließenden GrĂ€ben (Kuhgraben/TrĂ€nkegraben). Der Krausesche Pfuhl wurde in der Nachkriegszeit trockengelegt, nur Relikte der Anlage sind bis
heute erhalten. Ein sichtbarer hoher Damm dieser Anlage verlĂ€uft zwischen der Kleingartenanlage Sanssouci und dem Platz des Fußballvereins Sparta Lichtenberg 1911 e.V. Neben Fotos von der Eisgewinnung am Rummelsburger See, der Lieferung von Natureis und einer Bronzeskulptur der Norddeutschen Eiswerke sind im Museum Lichtenberg eine Eiskiste der Löwenbrauerei Hohenschönhausen und ein Haushaltseisschrank als Ausstellungsexponate zu sehen.

In Kooperation mit:

 


 
Tag des offenen Denkmals 2014
Farbe

Splanemannsiedlung

SchĂŒlerprojekt und Vorstellung der Ergebnisse in der Bodo-Uhse-Bibliothek am 13. September 2014
Im Jahr 2014 veranstaltete das Museum Lichtenberg ein SchĂŒlerprojekt mit der Bernhard-Grzimek- Grundschule Friedrichsfelde. Als Denkmal wurde die Splanemannsiedlung ausgesucht und gemeinsam mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern wurden kleine AusstellungsstĂŒcke hergestellt. Die Ergebnisse wurden in der Bodo-Uhse Bibliothek, Erich-Kurz-Straße 9 ausgestellt.


Tag des offenen Denkmals 2013
Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?

SchĂŒlerfĂŒhrung zu den ehemaligen ArbeitshĂ€usern Rummelsburg am 7. und 8. September 2013

FĂŒhrung „Sichtbar gemacht“ zum Revolutionsdenkmal auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde

Zum Tag des offenen Denkmals am 7. und 8. September fĂŒhrten SchĂŒlerinnen und SchĂŒler einer 11. Klasse des Immanuel-Kant-Gymnasiums auf dem GelĂ€nde der ehemaligen ArbeitshĂ€user Rummelsburg. Das SchĂŒlerprojekt wurde vom Verein Denk mal an Berlin e.V. und dem Museum Lichtenberg unterstĂŒtzt und unter Anleitung der Kunstlehrerin Dorit Hensel und der MuseumspĂ€dagogin Marija Momčeva vorbereitet. Die ehemaligen ArbeitshĂ€user an der Hauptstraße 8 wurden 1877–79 von Stadtbaurat Hermann Blankenstein erbaut. Die GebĂ€ude weisen eine Geschichte auf, die sie als "unbequem" kennzeichnet. UrsprĂŒnglich mit humanitĂ€rem Anspruch gegrĂŒndet, wurde im Laufe der Zeit aus ihnen ein Ort, an dem menschliches Leid und politisch motivierte Verfolgung das Geschehen maßgeblich bestimmten. Die Entwicklung vom Armenasyl mit sozialem Integrationsanspruch zur Sammelunterkunft fĂŒr vom NS-Regime Marginalisierte bis zur Haftanstalt fĂŒr Kriminelle und politisch Verfolgte in der DDR
verdeutlicht ĂŒber drei verschieden Herrschaftsformen den Umgang mit von der Gesellschaft Ausgestoßenen und Verfolgten. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler des Immanuel-Kant-Gymnasiums stellten in den FĂŒhrungen ihre AnnĂ€herung an die Architektur- und Sozialgeschichte des Ortes vor. Dabei stellen sie sich auch der Herausforderung, Erinnerung und Zukunft miteinander in Beziehung zu setzen.

Sichtbar gemacht: Ludwig Mies van der Rohes zerstörtes Denkmal auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde 

Prof. JĂŒrgen Hofmann vom Förderkreis ErinnerungsstĂ€tte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V. fĂŒhrte die Besucher*innen an den ehemaligen Standort des 1935 geschleiften Denkmals. Ganz dem Motto des Denkmaltages 2013 entsprechend kann das vom letzten Bauhausdirektor Ludwig Mies van der Rohe entworfene Revolutionsdenkmal als ein unbequemes Denkmal sowohl in der Zeit seiner Entstehung, seiner Vernichtung als auch in seiner Nachwirkung betrachtet werden. Heute erinnert ein „Denkmal fĂŒr ein Denkmal“ von GĂŒnter Stahn und Gerhard Thieme an seinen ehemaligen Standort. JĂŒrgen Hofmann informierte vor Ort ĂŒber die Entstehungsgeschichte und die der Zerstörung des im Auftrage der KPD 1926 von Ludwig Mies van der Rohe errichteten Denkmals fĂŒr Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und weiterer Revolutionsopfer der JanuarkĂ€mpfe 1919. JĂŒrgen Hofmann ist auch Autor des in der Reihe „Die Neuen ArchitekturfĂŒhrer“ mit dem Titel „Zentralfriedhof Friedrichsfelde Berlin“ im Stadtwandel Verlag erschienenen Bandes 91.

 

    


Tag des offenen Denkmals 2012

Veranstaltung im Rahmen des Tages des offenen Denkmals
Ort: Museum Lichtenberg im Stadthaus


Tag des offenen Denkmals 2011

Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert

Arbeitshaus Rummelsburg

FĂŒhrung "ArbeitshĂ€user und Haftanstalt" mit Cliewe Juritza am 11. September 2011

Die Teilnehmer*innen der FĂŒhrung lernten einen bisher wenig wahrgenommenen Ort kennen, dessen bauliche Zeugnisse gleich an mehrere Kapitel der deutschen Politikgeschichte erinnern: Die
frĂŒheren preußischen ArbeitshĂ€user und spĂ€tere Haftanstalt Rummelsburg. Die KlinkergebĂ€ude wurden 1874 bis 1879 von dem bekannten Berliner Architekten und Stadtbaurat Hermann
Blankenstein entworfen. Sie sind Ă€ußerlich weitgehend erhalten und werden heute fĂŒr Wohnzwecke genutzt.


Tag des offenen Denkmals 2010

Kultur in Bewegung – Reisen, Handel, Verkehr

Denkmale zwischen Bahnhof Lichtenberg und Bahnhof Nöldnerplatz (u.a. Kolonistenhaus, Zilles Wohnhaus, Victoriastadt)
Stadtspaziergang mit Jugendlichen am 11. September 2010: „Jugend klĂ€rt auf ĂŒber Denkmale und andere SehenswĂŒrdigkeiten zwischen den Reisebahnhöfen“
Jugendliche fĂŒhrten vom Bahnhof Lichtenberg bis zum Bahnhof Nöldnerplatz und vermittelten dabei lebendige Bilder und Kiez-Geschichten. Von der Weitlingstraße, mit ihren vielen kleinen GeschĂ€ften
und nahen historischen Wohnhausgruppen, ging es ĂŒber die LĂŒckstraße, wo einst Heinrich Zille lebte und ein Kolonistenhaus von 1789 steht. Das bauliche Kleinod konnte von innen besichtigt werden.
Vom Nöldnerplatz ging die FĂŒhrung weiter zur stadtgeschichtlich interessanten Victoriastadt in der NĂ€he des Bahnhofes Ostkreuz. Das Projekt wurde in Kooperation mit Gangway e.V. und Denk mal an
Berlin e.V. realisiert. 


Tag des offenen Denkmals 2009

Historische Orte des Genusses

Programm im Rahmen des Tages des offenen Denkmals am 13. September 2009
Ort: Museum Lichtenberg im Stadthaus


Tag des offenen Denkmals 2007

Orte der Einkehr und des Gebets - Historische Sakralbauten

Malchower Dorfkirche

StadtfĂŒhrung: „Die verlorenen Kirchen am östlichen Stadtrand Berlins“
Tour mit StadtfĂŒhrerin Monika Mews: Die verlorenen Kirchen am östlichen Stadtrand Berlins
Veranstalter: Museum Lichtenberg in Kooperation mit dem Denkmalbeirat Lichtenberg


Von der Endhaltestelle Zingster Straße bis zur Dorfstraße Naturschutzstation
Im April 1945 sprengte die deutsche Wehrmacht nur wenige Stunden vor dem Einmarsch der Roten Armee die Kirchen in Malchow, Wartenberg und Falkenberg. Die sowjetischen Soldaten sollten keine
Orientierungspunkte beim Kampf um Berlin finden. Exemplarisch fĂŒr die drei Dorfkirchen soll der Gedenkort Malchower Dorfkirche besucht werden. Die Kirche fand bereits im 13. Jahrhundert
ErwÀhnung, ihre Geschichte ist u.a. auch mit dem Namen von Paul von Fuchs und dem von ihm um 1685 umgebauten schlossÀhnlichen Malchower Gutshaus verbunden. Das stattliche Ensemble der
frĂŒheren WirtschaftsgebĂ€ude und einige RĂ€ume des denkmalgeschĂŒtzten alten Herrenhauses konnten besichtigt werden.

 

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